Nach Angabe in der WirtschaftsWoche vom 15.01.2021 hat das Geldvermögen der Deutschen inzwischen ein Volumen von 6.740 Milliarden Euro erreicht – Tendenz weiter steigend! Der Großteil des vorhandenen Geldes mit über 85 % des Geldvolumens ist Giralgeld oder auch Buchgeld genannt, d.h. nur etwa 15 % des Geldes ist als Bargeld tatsächlich vorhanden. Die Finanzkrise 2008 hatte in Griechenland dazu geführt, dass die Menschen bei der Bank ihr gesamtes Sparvermögen nicht mehr vom Konto abheben konnten. Auch die schleunigst angeworfenen Geld-Druckmaschinen konnten das Problem nicht lösen und die Menschen erhielten täglich nur Kleinbeträge von ihrem Bankkonto. Darüber hinaus wurde vom Staat bei Bankguthaben über 100.000 EURO eine Geldentwertung vorgenommen. Es stellt sich in diesem Zusammenhang also die Frage:
Welchen Wert hat Geld überhaupt? Die Antwort lautet: Geld selbst hat keinen Wert! Geld ist nur ein Tauschmittel. Geld hat erst dann einen Wert, wenn es einen Gegenwert in einem Sachwert hat. Die Grundlage eines Wertes ist das Vertrauen darin, wer oder was krisenbeständig ist?
Ein Beispiel: Haben Sie auf ihrem Bankkonto ein Guthaben von 100.000 EURO, so gehört dieses Geld tatsächlich der Bank. Ihr Bankguthaben gehört erst dann ihnen selbst, wenn die Bank ihnen ihr Geld aushändigt. Aus Erfahrung der Vergangenheit waren die Auszahlungen großer Geldbeträge bisher problemlos möglich. Das Beispiel der Finanzkrise in Griechenland ab 2008 hat jedoch gezeigt, dass bei der kleinsten Vertrauenskrise die bisher geglaubte Geld-Sicherheit wertlos ist! Die entscheidende Frage ist deshalb: wie sicher ist mein Geld zukünftig bei der Bank? In diesem Zusammenhang müssen auch die Guthaben bei Versicherungen und Bausparkassen gesehen werden.

Die aktuelle Diskussion um die Abschaffung des Bargeldes verstärkt die Unsicherheit und die Gefahr einer Vertrauenskrise. Der direkte Zugriff erhöht darüber hinaus das Risiko nicht mehr selbst über sein Geld bestimmen zu können. Aus heutiger Sich kommt noch ein wichtiger Aspekt hinzu, nämlich die steigende Staatsverschuldung, ausgelöst durch die Corona-Krise. Die Bewältigung dieser Krise erfordert einschneidende Maßnahmen in das Geldsystem. Ob es wie bei den Finanzkrisen 1929 oder 1948 mit Geldentwertung geregelt wird oder einen Hyperinflation zu Folge hat, werden die kommenden Monate oder Jahre zeigen. Sicher ist jedoch, es bedarf einer Lösung der europaweiten Staatsverschuldung, wenn das Vertrauen in das bestehenden Geldsystem wieder hergestellt werden soll.

Die finanzielle Sicherheit des Staates liegt indirekt im Geldvermögen der Bürger. Können die Staatsschulden nicht aufgrund steigender Steuereinnahmen gedeckt werden, so wird voraussichtlich ein Schuldenschnitt die Konsequenz sein müssen. Ein Schuldenschnitt bedeutet allerdings wie in der Vergangenheit praktiziert eine teilweise Enteignung der Geldvermögen der Bürger.

Bekanntlich hat aber auch jede Krise ihre Chance!
Sicherheit ist das oberste Gebot in einem Finanzsystem. Finanzielle Sicherheit muss heute neu definiert werden. Das bedeutet, dass nur ihr persönliches Eigentum in Sachwerten Ihre zukünftige Sicherheit sein wird. Es gibt inzwischen mehrere Beispiele, wie persönliches Eigentum aufgebaut werden kann.
In meinem Bericht – Grundlage vom Sparen und der Geldanlagen –  habe ich bereits auf die Risikoverteilung Ihrer Geldanlagen aufmerksam gemacht. Persönliches Vermögen auf sieben oder acht Sachwertanlagen zu verteilen ist Ihre persönlich Sicherheitsgarantie im Finanzsystem. Praxisbezogene und aktuelle Möglichkeiten werden hierzu in meinem nächsten Bericht aufgezeigt.

Stellen auch Sie sich heute immer wieder die Frage: Ist mein Geld in den richtigen Händen? Gibt mir meine Geldanlage die Sicherheit, die ich brauche, um meine Sparziele zu erreichen?

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Ihr Gerd Jenz