Umfragen haben gezeigt, dass den Menschen bei dem Thema Geld die nachfolgenden drei Dinge wichtig sind:
Sicherheit – Verfügbarkeit (Liquidität) – Rendite (wird auch das magische Dreieck genannt).
Die Ist-Situation zum Thema Sparen stellt sich folgendermaßen dar:
Der Spar- und Geldanlagebereich hat sich durch gesetzliche Rahmenbedingungen seit Jahren etabliert. Im allgemeinen Verständnis, bezogen auf Produkte wird zwischen sicheren- und weniger sicheren Geldanlagen unterschieden. Von Beratern wird unverändert folgende These vermittelt: niedrige Rendite bedeutet niedriges Risiko und hohe Rendite bedeutet hohes Risiko! Diese Annahme ist nur zum Teil richtig. Das Verhältnis von Rendite zu Risiko liegt überwiegend in der Planung zwischen Geld- bzw. Sachwertanlagen. Der Unterschied zwischen Geld- und Sachwert wird nachfolgend noch erklärt.

Spare oder lege ich Geld nach einem Zufallsprinzip an oder handle ich nach einem Erfolgs-Plan, der nach meinem Bedarf ausgerichtet ist? Ganz gleich ob ich monatliche 50 EURO sparen möchte oder einen großen Geldbetrag zur Verfügung habe, es gelten dieselben Regeln.
Auf die vergangenen Jahre zurückblickend haben wir in einer Zeit des Wohlstandes gelebt. Die durchlebten Krisenzeiten haben die vorhandenen Geldanlagemöglichkeiten unwesentlich beeinflusst. Die allgemeine Neigung beim Thema Geld besteht darin, Verantwortung an Berater und Vermögensverwalter (Versicherungen usw.) oder z. B. an Banken/Finanzberater abzugeben. Diese Erfahrung hat das Spar- und Anlageverhalten beim Geld seit Generationen beeinflusst und geprägt. Das Geldvermögen der Deutschen für Ende 2019 wurde mit 6.600 Milliarden Euro ausgewiesen. Gleichzeitig hat aber auch die Staatverschuldung bedenklich zugenommen.

Nach einer Statistik zum Thema Vermögensplanung (sparen und investieren sind gleichermaßen berücksichtigt) handeln nur etwa 20 % der Bürger strategisch und haben eine Vermögensplanung. Diese 20 % besitzen 80 % des vorhandenen Vermögens. D. h. der Großteil der Bürger handelt bei dem Thema Geld nach Gefühl und Empfindungen. Diese Verhaltensweise kann lange Zeit gut gehen, ist aber sehr krisenanfällig und mit zum Teil hohen Verlusten bei einer Krisenbewältigung verbunden.
Analysieren wir das Thema Sicherheit genauer, so ist die Handlungsweise bei vielen überwiegend von Meinungen oder bisherigen Erfahrungen abhängig. Wichtiger ist es aber, sich an Fakten und aktuellen Umständen der Wirtschaftslage zu orientieren. 100 %-ige Sicherheit gibt es nicht! Man kann nur die Risiken absichern. Dadurch erhöht sich die Sicherheit!

Wie am Anfang angedeutet, wird bei Produkten für Geldanlagen zwischen Geldwert- und Sachwertanlagen unterschieden. Die überwiegenden Spar- und Geldanlagen liegen im Durchschnitt bei den Bürgern im Geldwert (Geldwertanlagen). Sachwertanlagen sind: Aktien und Aktienfonds, Immobilen, Beteiligungen z. B. in Genossenschaften oder Direktinvestitionen. Geldwertanlagen sind: Sparbuch (alle Geldanlagemöglichkeiten bei der Bank), Renten- und Lebensversicherungen, eingeschlossen sind auch Bausparverträge.

Die Sicherheit des Geldwertes wird z. B. von Banken als „mündelsichere Geldanlagen“ bezeichnet und bis zu einem festgesetzten Geldbetrag durch den Einlagensicherungsfonds der Banken garantiert. Kommen aber die Garantiegeber (Banken) aufgrund einer Krise unter Druck, so kann diese Sicherheit an Wert verlieren. D. h. werden Sparer oder Investoren die vorhandenen Vermögenswerte nicht rechtzeitig vom Sparer oder Investor selbst vom Geldwert- in Sachwertanlagen verändern, so wissen wir aus der Vergangenheit, dass durch Regulierung (Inflation oder Geldentwertung) in Krisenzeiten große Vermögensverluste zu beklagen waren. Deshalb entsteht an dieser Stelle zum Thema Sicherheit die Frage; gibt es heute zum Geldwert werthaltige Alternativen? Hierzu werde ich in einem weiteren Beitrag Lösungsmöglichkeiten aufzeigen.

Ein weiterer, sträflich vernachlässigter Punkt beim Thema Sicherheit ist die Risikoverteilung! Erstaunlich finde ich dazu eine uralte Empfehlung zu diesem Thema aus der Bibel. Dort steht im Buch der Prediger Kapitel 11 Verrs 2 der Hinweis: „verteile Dein Gut auf sieben oder acht denn du weißt nicht welches Unglück auf der Erde kommen wird!“. D. h. die Risikoverteilung schützt in Krisen vor Vermögensverlust und ist deshalb die Grundlage jeder Vermögensplanung beim Sparen und bei Geldanlagen.  Auch das Thema der Risikoverteilung werde ich in einem weiteren Betrag mit praktischen Beispielen erklären und die unterschiedlichen Ergebnisse aufzeigen.

Zusammenfassend jetzt nochmal die Fragen, auf die Sie beim Thema Sparen und Geldanlegen eine Antwort finden sollten.

  • Ist mein angespartes Geld sicher vor Krisen?
  • Gibt es für mich ohne höheres Risiko in der Niedrigzinsphase eine höhere Rendite?
  • Kann ich mein angespartes Geld in einen werthaltigen Sachwert verändern mit flexiblem Zugriff?
  • Habe ich eine zielführende Spar- und Anlageplanung?
  • Muss und wie kann ich mein Geld krisensicher verteilen?

Im nächsten Beitrag bekommen Sie Informationen, wie Sie das Finanzsystem besser verstehen können und wie Sie Ihre Vermögensplanung auf sicheren Beinen stellen können.

Schreiben Sie uns Ihre Fragen oder rufen Sie doch gleich bei uns an. Wir helfen gerne und geben Tipps für die Sicherheit Ihres Geldes.

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Gerd Jenz
Januar 2021